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Kryptopyrrolurie

Kryptopyrrol entsteht durch fehlerhafte Hämoglobinsynthese. Hierbei bildet sich zusammen mit Vitamin B6 und Zink ein wasserlöslicher, nierengängiger Komplex, was zu einem starken Zink- und Vitamin B6-Defizit führen kann.

Klinisch kann es bei erhöhten Kryptopyrrolwerten zum ADHS-Aufmerksamkeitsdefizit – Hyperaktivitätssyndrom, nervöser Erschöpfung, vegetativer Dystonie, Angstzuständen, Depressionen, schizophrenen Psychosen, Müdigkeit, Rücken- und Gelenksschmerzen oder Appetitlosigkeit kommen. Ferner besteht bei einer Kryptopyrrolurie häufig eine fehlende Traumerinnerung.

Es sollten Vitamin B6 im Serum und Zink im Vollblut, letzteres möglichst im Rahmen einer kompletten Vollblutmineralanalyse, bestimmt werden. Therapeutisch ist je nach Befund mit einer Substitutionstherapie zu beginnen. Die Dosierungen richten sich dabei auch nach den erhaltenen Vitamin B6- und Zinkwerten.